Nicht zum Pflegefrühstück eingeladen: Richter (FDP) äußert sich dennoch zum Thema

Konstanz. Nachdem der Kandidat der FDP im Wahlkreis Konstanz für die kommende Bundestagswahl, Tassilo Richter, am heutigen 20.09.2017 nicht zum Pflegefrühstück eingeladen wurde, erklärt er zum Thema per Pressemitteilung: „Als aktives Mitglied im Landesfachausschuss Gesundheit und Soziales Baden-Württemberg, aber auch als Mitarbeiter im Gesundheitswesen hätte ich gern die von den Liberalen in Sachen ‚Pflege‘ vertretenen Standpunkte, die ich umfänglich teile, vorgetragen. Insbesondere wäre es mir dabei um die Bürokratie im Pflegewesen gegangen, die es verhindert, dass wir uns der tatsächlichen Arbeit, der Zuwendung zu den Menschen, widmen. Wie in den Heilberufen auch, müssen wir zu einer Reduktion der Dokumentation kommen. Das ist quantitativ möglich, ohne dabei qualitative Abstriche in der Protokollierung der pflegerischen Arbeit hinnehmen zu müssen. Denn unter anderem die verstärkte Nutzung von IT- und Assistenzsystemen unterstützt dabei, dass Eingaben übersichtlicher, leichter, schneller und weniger umfangreich von den Pflegern, Pflegeassistenten oder Pflegehilfskräften vorgenommen werden können. Mit solchen Maßnahmen rücken wir den Menschen wieder in den Mittelpunkt der Pflege“.

Auch spricht sich Richter für eine verstärkte gesellschaftliche Würdigung des Pflegeberufs aus, der insgesamt anstrengend und herausfordernd sei: „Arbeitnehmer in diesen Bereichen tragen große Verantwortung, sind körperlich und psychisch belastet. Diese Leistung muss auch entsprechend anerkannt und vergütet werden. Denn zumeist haben die Tätigen eine hohe Qualifizierung durchlaufen, die honoriert werden muss. Wenn die Löhne steigen, wird auch die Attraktivität des Berufsbildes zunehmen“. Zudem setzt die FDP in der Ausbildung von Pflegefachkräften laut Richter auf eine Reform: „Wir wollen eine integrative Ausbildung, die ein gemeinsames Ausbildungsjahr und anschließende Spezialisierungen erlaubt. Damit lehnen wir deutlich eine generalisierte Einheitsausbildung ab, sondern fördern eine Schwerpunktsetzung für die Kinder-, Alten- und Krankenpflege bereits im frühen Ausbildungsstadium“. Besonders im Pflegeberuf müsse laut des Spitzenkandidaten für den hiesigen Wahlkreis Flexibilität in den Arbeitsmodellen geschaffen werden: „Bei solch anfordernden Tätigkeiten braucht es familienfreundliche Lösungen für Arbeitnehmer und Auszubildende“, so Richter abschließend.

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